Vernetzt mit Freunden


JESSICAS KOLUMNE


Wann ich es zum ersten Mal gehört habe, weiss ich nicht mehr. Doch seither begleitet mich dieses Zitat auf meinem Lebensweg: «Friendships hold the world together*» (Freundschaften halten die Welt zusammen).

Freundschaften vernetzen sowohl unterschiedliche Kulturen wie auch Generationen.

Bisher lebte ich in vier verschiedenen Ländern. Nannte sie mein Zuhause. Lernte Menschen kennen, die mir ähnlich waren. Oder eben auch nicht. Und jedes dieser Länder, all diese unterschiedlichen Menschen, prägten mich. Verän­derten mich. Formten mich. Verlor ich mich dabei selbst? Manchmal kam ich mir tatsächlich etwas verloren vor, wuss­te nicht mehr, wohin ich eigentlich gehöre.

Ich teile die Ansicht, dass Gott in jede Kultur ein Stück von Seinem Wesen hineingelegt hat. Einige Kulturen widerspie­geln insbesondere Gottes Wahrheit, andere Seine Barmher­zigkeit oder auch Seine Gastfreundschaft. Und so fand ich gerade durch meine interkulturellen Erfahrungen näher zu Gott und dadurch auch zu mir selber.

An jedem Ort, an dem ich lebte, entstanden Freundschaf­ten. Mit Einheimischen, aber auch mit Menschen aus Dritt­ländern. So entstand ein grosses Beziehungsnetz, das über zahlreiche Landesgrenzen reicht und mehrere Kontinente einschliesst. Und jede dieser Personen, mit denen ich be­freundet bin, hat ebenfalls ihr ganz persönliches Bezie­hungsnetz, das unter anderem auch in Regionen reicht, mit denen ich zwar nicht direkt, dafür nun aber indirekt verbunden bin.

Ich darf immer wieder miterleben, wie durch die Einsätze mit Latin Link zahlreiche neue Freundschaftsbänder entstehen und dadurch dieses weltweite Beziehungsnetz wächst. Eine Vernetzung, die nachhaltig prägt und trägt.

Jessica Freiburghaus

Hier unsere Tochter Joana mit einer Freundin in Costa Rica (2021). Diese sagte mir damals lachend, dies sei nun ein „Schwarz-Weiss-Foto“

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Zwischen Klinikalltag und dem Beginn einer Freundschaft